© CLAK & GERU
Ritt zum Regenbogen
(Text und Bilder: Highland Ranch)
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Wanderritt der Highland Ranch vom 17. bis 22. Juni 2009 von Rottenbach nach Pullman City Wanderritt vom Hausruckviertel zur Pullman City
Yeehaw, war das ein Erlebnis! Stef und drei seiner Mädels (Rosi, Susi und Eveline) starteten am 17. Juni frühmorgens los, um sechs Tage lang zu reiten. Nach Pullman und wieder zurück. Doch es wurde viel mehr. Es wurde ein Ritt, der so vielfältig und berauschend war wie die Farben des Regenbogens - und der schließlich auch zum Regenbogen führte......
Aber der Reihe nach!
Die erste Etappe führte nach Frauenhub zum White Horse Stable von Julia und Wolfgang zur Mittagsrast. Ein herzlicher Empfang war für alle vorbereitet: für die Pferde standen volle Wassereimer bereit und für uns waren Erfrischungen eingekühlt. Dann noch Julias Schnitzel nach Hausrezept dazu ("klein, damit die Panier überall hinkommt...") und ein gemütliches Beisammensitzen. Dieser Auftakt war gelungen! Nach angemessener (!) Ruhephase gings weiter zum "Gross´n" nach Natternbach. Urgemütliche Mostschenke und Wanderreitherberge mit erstklassiger Verpflegung und Unterkunft für Pferde und Reiter. Einen einzigartigen Entertainer gibts da auch oder ein Weltwunder, wie man will: der einzige Hund der Welt, der nicht auf gefakte Stöckerlwürfe reinfällt. Hinfahren und ausprobieren!
Tag 2 war der Tag der 30 Grad und der Pferdebremsen. 10 Stunden waren wir im Sattel - nein, natürlich gingen wir auch zwischendurch - und überquerten die Grenze nach Deutschland bei Schärding. Unsere Pferde cool und gelassen, auch wenn rechts die Autos vorbeisausten und links nur ein niedriges Geländer vom rauschenden Inn in 20 m Tiefe trennte. Die Belohnung für den langen Ritt wartete in Steinhügl bei Neuburg am Inn auf uns: die Stonehill Ranch von Friedl und Anni. Wenn von Herzen kommende Gastfreundschaft Gestalt annimmt und sich wie ein warmer Mantel um die Schultern und ums Herz legt - dann ist man auf der Stonehill Ranch angekommen. Ein kräftiges, KÖSTLICHES Abendessen, ein Lagerfeuer mit knisterndem Holz, Whisky und Gitarrenklängen und dann..., ja dann die Krönung des ganzen: das Tipi! Ins Feuer schauen, die Seele wandern lassen, Geschichten erzählen, Friedls "Dienst-Stern" beim Wandern beobachten und himmlisch indianisch schlafen. Unbeschreiblich! Jetzt wissen wir, warum Winnetou so schön war!
Nach so einem Tag und einer Nacht braucht ein Pferd schon mal ein neues Hufeisen und so brachte das Warten auf den Hufschmied unseren Marschplan etwas durcheinander. Was wir aber mithilfe der Flexibilität und der Geduld von Benno und Brigitte bestens ausgleichen konnten und zeitgerecht in Pullman einreiten konnten. Danke nochmal Euch beiden!!!

"Mission Pullman"

Pullman City. Der Wilde Westen hautnah. Was soll man denen noch Neues zeigen? Alles schon erlebt!? - Mitnichten!!! The Naturel Spirit of Riding is in town! Nachdem wir uns in unserer Blockhütte häuslich (!?) eingerichtet, unsere Pferde in den unmittelbar daneben liegenden Boxen versorgt und die nachkommenden Stallkollegen begrüßt hatten, gingen wir unserer Missionstätigkeit nach. Die sich sehr vielfältig gestaltete:
natürlich wurde viel über den partnerschaftlichen, unkomplizierten Umgang mit dem Gefährten Pferd geredet, aber es wurden auch neue Tanzstile kreiert, ein Ersatz-Fredl nominiert, Typ- und Stilberatungen in Sachen Cowboy-Outfit durchgeführt, Whisky- und Cocktail-Verkostungen abgehalten, Mediationsarbeit geleistet, BossHoss gesungen und die Balzrufe des Prachtpfaus studiert (BENNOOHH-BENNOOHH!!!) (was hab ich vergessen?) Nach einer kurzen Nacht und einem lustigen Frühstück ging es wieder auf die Pferde. Petrus war uns gnädig und schickte gleich mal einen Wolkenbruch, der uns beim Wachwerden und -bleiben half. Das war auch gut so, denn schließlich wartete an diesem Tag eine Donauüberquerung per Rollfähre auf uns - eine Premiere für die Reiter und für die Pferde. Auch diese wackelige Herauforderung meisterten wir mit Bravour.

Wie schön war es, als nach acht Stunden plötzlich ein kleiner weisser Lieferwagen hinter uns hupte! Friedl war uns entgegengefahren, um uns den kürzesten Weg zur Stonehill Ranch und unserem geliebten Tipi zu zeigen.
Nach einem köstlichen Nachtmal verkrochen wir uns in unsere Schlafsäcke, sagten dem Dienst-Stern Gute Nacht und träumten von Seelenfreunden und einem Regenbogen über dem Paloosa River.
Es ist wohl müßig zu erwähnen, dass wir am nächsten Morgen fit wie die Turschuhe aus dem Tipi hüpften! Manche von uns waren so enthusiasmiert, dass sie eine kalte Dusche brauchten, um wieder halbwegs runterzukommen.
Anni und Friedl warteten schon mit ihrem grandiosen Cowboy Frühstück. What a day!!! Rauf auf unsere Freunde und ab in die vorletzte Etappe - wieder zum Gross´n nach Natternbach.
Doch was war das?!? Kein Traum, nein! Wieder auf österreichischem Boden strahlte uns ein gigantischer, kräftiger Regenbogen entgegen! Fast eine Stunde lang begleitete er uns - dann waren wir durchgeritten. Aber irgendwie war nichts mehr wie vorher. Logisch! Schließlich waren wir auf der anderen Seite des Regenbogens angekommen und hatten viele wertvolle Schätze gefunden: liebe Menschen, treue Gefährten, Freundschaften, Wälder, Wiesen, Lachen bis die Luft wegbleibt, Kindsein, Gemeinschaft und - uns selber...
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