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Planung und Vorbereitung

Ein Wanderritt ist etwas völlig Anderes als ein Ausritt im bekannten Stallgebiet.

Es gibt viele gute Reiter und Reiterinnen, die bei Wanderritten überfordert sind.
Orientierung, Einschätzung des Geländes, des Wetters, der Gruppenpsychologie und vieler anderer Faktoren werden oft unterschätzt.

Wanderreiten versteht sich nicht als Leistungssport, sondern soll ein Erlebnis des beschaulichen Reisens mit dem Partner Pferd sein.
Nicht sofort den 'Ritt um die Welt' planen,
sondern mit einigen leichten Gepäckritten im bekannten Gebiet um den eigenen Stall beginnen!

Geländeprofil einer Wanderritt-Etappe
Erst dann kleine Orientierungswanderungen mit der kompletten Ausrüstung in unbekanntem Gelände mit Hilfe von Karte und Kompass oder GPS ausprobieren. Bedenke, dass beim Wanderritt das Pferd nicht nur Dich und den Sattel , sondern zusätzlich auch das Gewicht der Satteltaschen tragen muss. Überlege daher genau, was Du wirklich brauchst.
Bei der Planung der Tagesetappen gilt 'weniger ist oft mehr'. Nicht nur die Streckenlänge ist entscheidend, auch das Geländeprofil muss berücksichtigt werden. Vierzig Kilometer im Flachland sind nicht gleich vierzig Kilometer im hügeligen Gelände. Auch eine unplanmäßige Zeitverzögerung sollte täglich einkalkuliert werden, damit du vor Einbruch der Dämmerung sicher die nächste Wanderreitstation erreichst.
Greenhorns sind gut beraten, sich beim ersten Wanderritt von einem erfahrenen Reiter
(z.B. Wanderreitführer) begleiten zu lassen oder einer erfahrenen Wanderreitgruppe anzuschließen. In der Gruppe sollte es selbstverständlich sein, dass auf den schwächsten Teilnehmer Rücksicht genommen wird. Eine Wanderreitgruppe bietet auch den Vorteil, das meistens ein Begleitfahrzeug mit dem Gepäck bzw. für Notfälle beim Trail mit unterwegs ist.
Von einem Ritt als Lonesame Rider ist jedenfalls abzuraten. Immer und Überall kann Etwas passieren. Wer trotzdem glaubt, so risikant unterwegs sein zu müssen, sollte zumindest vorher bei der Wanderreitstation Bescheid geben, welche Route er reitet und ein Handy mit geladenem Akku in der Jackentasche haben. Aber - wenn der einsame Reiter z.B. im Nationalpark unterwegs ist, nützt ihm auch das Handy Nix - dort herrscht Funktstille (wissen wir aus eigener Erfahrung)!

Wenn Du mit Deinem Partner nun langsam Kondition und Ausdauer trainiert,
die Route eurem Können entsprechend geplant,
Dich über die rechtliche Lage informiert,
eure Gesundheit gecheckt und die Ausrüstung tadellos,
dann steht dem unvergesslichen Naturerlebnis Wanderreiten Nichts mehr im Wege.

Wir wünschen euch viel Spaß in unserer abwechslungsreichen Heimat -
vielleicht treffen wir uns bei einer der zahlreichen Wanderreit - oder Raststationen

   
 

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